Einführung

Was macht einen Stein
zum Edelstein?

Schönheit, Seltenheit und Dauerhaftigkeit — die drei Säulen der Gemologie, die seit der Antike darüber entscheiden, was als Edelstein gilt.

Edelsteine faszinieren die Menschheit seit Jahrtausenden. Ihre Schönheit, Seltenheit und Dauerhaftigkeit haben ihnen einen besonderen Platz in Geschichte, Kultur und Wissenschaft gesichert. Doch was unterscheidet einen Edelstein von einem gewöhnlichen Mineral?

Die Gemologie — die Wissenschaft der Edelsteine — definiert einen Edelstein über drei Kernkriterien: Schönheit (Farbe, Transparenz, Glanz), Seltenheit (geologische Entstehungsbedingungen, begrenzte Fundorte) und Dauerhaftigkeit (Härte nach Mohs, Widerstandsfähigkeit gegenüber Kratzern und chemischen Einflüssen).

Diamant, Rubin, Smaragd und Saphir gelten seit der Antike als die „Großen Vier". Doch das 20. Jahrhundert hat uns Tansanit, Alexandrit und Paraíba-Turmalin beschert — Steine, die an Seltenheit und Schönheit jeden klassischen Vergleich scheuen.

Dieses Lexikon versammelt das gesamte Wissen über Edelsteine: von der mineralogischen Einordnung über Entstehungsgeschichte und Fundorte bis zu Qualitätskriterien und praktischen Kaufratgebern.

Ausgewählte Steine
Jeder Edelstein trägt die Geschichte von Millionen Jahren in seinen Facetten.
Edelsteine-Lexikon · Die umfassende Referenz · edelsteine-lexikon.eu
01 Ratgeber
Wie kaufe ich den richtigen Edelstein?
Farbe, Reinheit, Schliff und Karat — die vier Qualitätskriterien, die jeden Edelstein definieren. Was Zertifikate aussagen, worauf man beim Kauf achten sollte und wie man Fälschungen erkennt.
Zum Ratgeber
02 Herkunft
Wo entstehen Edelsteine?
Von Burma bis Brasilien, von Sri Lanka bis Sambia — die Fundorte der Welt und was sie über Qualität und Charakter eines Steins verraten. Vulkanischer Ursprung, metamorphe Entstehung, hydrothermale Bildung.
Zur Herkunftskarte
03 Wissenschaft
Kristallsysteme und Mineralogie
Warum leuchtet Alexandrit im Kunstlicht rot? Wie entsteht das Farbspiel des Opals? Was ist Doppelbrechung? Die Physik und Chemie hinter den schönsten Steinen der Welt — verständlich erklärt.
Zur Mineralogik
Welchen Edelstein
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Diamant Rubin Smaragd Saphir Amethyst Tansanit Opal Turmalin Alexandrit Paraíba
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Alle Edelsteine
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Herkunft & Fundorte

Von allen Kontinenten
der Erde

Edelsteine entstehen unter extremem Druck und Hitze tief in der Erdkruste — oder durch langsame Kristallisation in hydrothermalen Lösungen. Die geografische Herkunft prägt Farbe, Qualität und Charakter eines Steins erheblich.

Kristallsystem
Die innere Ordnung eines Minerals bestimmt seine äußere Form, seine Lichtbrechung und viele physikalische Eigenschaften. Es gibt 7 Kristallsysteme.
Lichtbrechung
Der Brechungsindex (RI) gibt an, wie stark Licht beim Eintritt in einen Stein gebrochen wird. Diamant hat RI 2,42 — einer der höchsten unter Edelsteinen.
Dispersion
Die Aufspaltung von weißem Licht in seine Spektralfarben erzeugt das Feuer eines Diamanten. Sphalerit und Titanit übertreffen den Diamanten hier sogar.
Inklusions-Typen
Einschlüsse sind das „Fingerabdruckmuster" eines Steins. Rutilnadeln im Rubin, Seerosenblätter im Smaragd — manche erhöhen sogar den Wert.

Mineralogie

Die Mohs-Härteskala

Entwickelt 1812 vom deutschen Mineralogen Friedrich Mohs — heute noch weltweiter Standard.

Häufige Fragen

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