Mineralogik

Entstehung & Geschichte

Smithsonit wurde 1832 nach James Smithson (1765–1829) benannt — dem britischen Mineralogen, der die Smithsonian Institution stiftete. Tsumeb in Namibia ist der weltweit bedeutendst…

Smithsonit wurde 1832 nach James Smithson (1765–1829) benannt — dem britischen Mineralogen, der die Smithsonian Institution stiftete. Tsumeb in Namibia ist der weltweit bedeutendste Fundort für Smithsonit in Sammlungsqualität. Türkisblaue und minzgrüne Smithsonite aus Tsumeb sind in Mineralienmuseen weltweit.

Wie entsteht Smithsonit?

Smithsonit entsteht in der Oxidationszone zinkhaltige Erzlagerstätten. Er ist ein typisches Sekundärmineral — entsteht durch Verwitterung primärer Zinksulfide (Sphalerit) mit Karbonaten.

Kaufberatung

Qualität & Wert

Farbvielfalt
Smithsonit ist in fast allen Farben bekannt: Kupfer ergibt Blau-Türkis, Kobalt ergibt Rosa-Violett, Cadmium ergibt Gelb-Orange, Mangan ergibt Rosa.
Lüster
Charakteristischer perlmuttartiger bis wachsiger Glanz. Als Cabochon poliert sehr attraktiv.
Weichheit
Mohs 4–4,5 macht Smithsonit zu einem reinen Sammlerstück — kein Alltagsschmuck. Nur für Broschen, Anhänger und Dekorationen.
Tsumeb-Qualität
Die Tsumeb-Mine in Namibia liefert die weltbesten Smithsonite für Sammler — türkis, minzgrün und rosa in Botryoidal-Form.

Varietäten

Arten & Varietäten

Türkiser Smithsonit
Tsumeb, Namibia: intensives Türkis durch Kupfer. Beliebteste Farbe.
Rosa Smithsonit
Durch Mangan oder Kobalt. Kelly Mine, Arkansas.
Gelber Smithsonit
Durch Cadmium. Mexiko. Selten.
Weißer Smithsonit
Ohne Spurenelemente. Häufig. Günstiger.
Grüner Smithsonit
Minzgrün. Tsumeb. Begehrt.
Violetter Smithsonit
Durch Kobalt. Sehr selten. Sammlerstück.

Herkunft

Fundorte weltweit

Namibia
Tsumeb: weltbester Fundort, türkis und grün, Museumsqualität
USA
Kelly Mine, New Mexico: rosa; Arkansas: weiß und gelb
Griechenland
Laurion (Attica): historisch bedeutsam
Mexiko
Chihuahua und Baja California: gelb und orange
Spanien
Santander: historisch bedeutsam

Praxis

Pflege & Zertifikate

Pflege & Reinigung
Smithsonit (Mohs 4–4,5) ist weich und säureempfindlich. Kein Ultraschall, kein Dampf, keine Säuren. Reinigung nur mit feuchtem Tuch. Nur für Sammlerstücke und Anhänger.
Zertifikate
Nicht nötig. Herkunft Tsumeb für Sammlerstücke werterhöhend.

Häufige Fragen

FAQ zum Smithsonit

Wer war James Smithson?
James Smithson (1765–1829) war ein britischer Mineraloge und Chemiker — Sohn des ersten Duke of Northumberland, aber unehelich. Er vermachte sein gesamtes Vermögen den USA zur Gründung einer Institution zur Förderung von Wissen: die Smithsonian Institution in Washington D.C. Er hat die USA nie besucht.
Warum hat Smithsonit so viele Farben?
Als Zinkcarbonat kann Smithsonit viele Spurenelemente in sein Gitter einbauen: Kupfer (Blau-Türkis), Kobalt (Rosa-Violett), Cadmium (Gelb), Mangan (Rosa), Eisen (Braun-Gelb). Jedes Element färbt anders — daher die ungewöhnliche Farbvielfalt.
Ist Smithsonit für Schmuck geeignet?
Eingeschränkt: Mohs 4–4,5 macht ihn zu weich für Ringe oder häufig getragene Armbänder. Als Anhänger, Brosche oder Sammlerstück ist er wunderschön. Seine Farben und der perlmuttartige Glanz sind unverwechselbar.