Mineralogik

Entstehung & Geschichte

Crocoite wurde 1766 im Ural entdeckt und nach dem griechischen "krokos" (Safran) benannt. Die Beresowsk-Goldmine im Ural war Jahrhunderte lang der Hauptfundort. Seit den 1980er Jah…

Crocoite wurde 1766 im Ural entdeckt und nach dem griechischen "krokos" (Safran) benannt. Die Beresowsk-Goldmine im Ural war Jahrhunderte lang der Hauptfundort. Seit den 1980er Jahren liefert die Adelaide Mine in Dundas, Tasmanien die weltbesten Exemplare: scharlachrote, nadelförmige Kristalle bis 10 cm Länge auf Matrix.

Wie entsteht Crocoite?

Crocoite entsteht als seltenes Sekundärmineral in der Oxidationszone bleichromhaltiger Erzlagerstätten. Blei aus Galenit reagiert mit Chromat-Lösungen (aus Chromit) zu Bleichromat.

Kaufberatung

Qualität & Wert

Tasmanische Qualität
Adelaide Mine, Dundas: weltbeste Stücke. Nadelförmige Kristalle bis 10 cm, intensiv orangerot, auf dunkelbrauner Matrix. Auktionspreise für Topstücke: 1.000–5.000 €.
Kristallform
Charakteristisch: lange prismatische bis nadelförmige Kristalle mit Diamantglanz. Die Form ist so charakteristisch, dass Crocoite sofort erkennbar ist.
Toxizität
Bleichromat: hochgiftig (Blei + sechswertiges Chrom). Als fertige Stufe: sicher. Nicht zerbrechen, nicht erhitzen. Nach Berührung Hände waschen.
Australien vs. Russland
Tasmanische Stücke: größere Kristalle, intensivere Farbe. Ural-Stücke: historisch bedeutsam, kleinere Kristalle.

Varietäten

Arten & Varietäten

Tasmanisches Crocoite
Adelaide Mine: weltbeste lange Nadeln. Auktionsstück.
Ural-Crocoite
Beresowsk: historisch. Kleinere Kristalle.
Brasilianisches Crocoite
Mittlere Qualität, weniger verbreitet.
Namibisches Crocoite
Tsumeb: seltene Vorkommen.
Crocoite-Cluster
Büschelartige Aggregate. Dekorativ.
Crocoite auf Matrix
Im Muttergestein. Klassische Sammelform.

Herkunft

Fundorte weltweit

Australien (Tasmanien)
Adelaide Mine, Dundas: weltbeste Qualität seit 1980er
Russland
Beresowsk Mine, Ural: Erstfundort 1766, historisch
Brasilien
Congonhas do Campo: mittlere Qualität
Namibia
Tsumeb: seltene Vorkommen

Praxis

Pflege & Zertifikate

Pflege & Reinigung
Crocoite (Mohs 2,5–3) ist sehr weich und giftig (Bleichromat). Als fertige Stufe sicher — nicht zerbrechen, nicht erhitzen, nicht in den Mund. Hände nach Berührung waschen. Im Etui aufbewahren.
Zertifikate
Nicht nötig. Herkunft Tasmanien werterhöhend.

Häufige Fragen

FAQ zum Crocoite

Warum ist tasmanisches Crocoite so begehrt?
Die Adelaide Mine in Dundas, Tasmanien liefert Crocoite-Kristalle in einer Qualität, die alle anderen Fundorte übertrifft: bis zu 10 cm lange, perfekte nadelförmige Kristalle in intensivstem Orangerot auf dunkelbrauner Eisenoxid-Matrix. Der Kontrast und die Kristallgröße sind einmalig.
Ist Crocoite gefährlich?
Als fertige Kristallstufe: nein — Bleichromat ist fest gebunden und nicht lungengängig. Gefährlich wird es beim Zerbrechen (Staubentwicklung) oder Erhitzen (Bleichromat-Dampf). Normale Sammel-Handhabung ist sicher, wenn man danach die Hände wäscht und nicht isst.
Wo genau befindet sich die Adelaide Mine?
In der Dundas-Region, West-Tasmanien, Australien. Dundas ist eine Geister-Bergbaustadt, die im frühen 20. Jahrhundert verlassen wurde. Die Mine wird heute nur noch für Mineraliensammler gelegentlich geöffnet. Tasmanische Regierung schützt das Gebiet als mineralogisch bedeutsam.