Mineralogik

Entstehung & Geschichte

Legrandit wurde 1932 in Brixlegg, Österreich beschrieben und nach dem belgischen Ingenieur J. Legrand benannt. Die Mapimí-Mine im mexikanischen Durango liefert seit Jahrzehnten die…

Legrandit wurde 1932 in Brixlegg, Österreich beschrieben und nach dem belgischen Ingenieur J. Legrand benannt. Die Mapimí-Mine im mexikanischen Durango liefert seit Jahrzehnten die weltbesten Exemplare — dieselbe Mine, die auch Adamit und andere seltene Arsenate produziert.

Wie entsteht Legrandit?

Legrandit entsteht in der Oxidationszone zinkarsenhaltiger Erzlagerstätten — als sekundäres Mineral durch Verwitterung primärer Zinksulfide (Sphalerit) mit Arsenaten.

Kaufberatung

Qualität & Wert

Farbe
Intensives, gleichmäßiges Gelb ist charakteristisch und unverwechselbar. Mapimí liefert die intensivsten Farben.
Kristallform
Prismatische bis nadelförmige Kristallbüschel. Mapimí-Material zeigt oft große klare Kristalle.
Arsenat-Warnung
Legrandit enthält Arsen — als fertige Kristallstufe sicher. Beim Schleifen oder Zerbrechen: Staub giftig.
Sammelwert
Mapimí-Legrandit gilt als Weltklasse-Sammelmineral. Preise für top-Stufen über 5 cm: 500–2.000 €.

Varietäten

Arten & Varietäten

Mapimí-Legrandit
Mexiko: weltbeste Qualität, intensivstes Gelb, große Kristalle.
Österreichischer Legrandit
Brixlegg: Erstfundort 1932. Selten im Handel.
Namibischer Legrandit
Ojihase Mine: gute Qualität, selten.
Legrandit auf Matrix
Im Muttergestein. Dekorativ.
Legrandit-Cluster
Büschelartige Aggregate. Sammlerstück.
Kleinkristall-Legrandit
Häufigere kleinere Exemplare. Günstiger.

Herkunft

Fundorte weltweit

Mexiko
Mapimí, Durango: weltbeste Qualität, Sammlerstück-Kategorie
Österreich
Brixlegg, Tirol: Erstfundort 1932
Namibia
Ojihase Mine: gute Qualität, selten

Praxis

Pflege & Zertifikate

Pflege & Reinigung
Legrandit (Mohs 4,5) ist weich und arsenhaltig. Als fertige Stufe: sicher. Nicht zerbrechen, nicht schleifen ohne Schutzmaßnahmen. Kein Kontakt mit Mund. Hände nach Berührung waschen.
Zertifikate
Nicht nötig. Herkunft Mapimí werterhöhend.

Häufige Fragen

FAQ zum Legrandit

Ist Legrandit gefährlich?
Als fertige, polierte Kristallstufe: nein — Arsen ist nur als Staub gefährlich. Nicht zerbrechen, nicht schleifen ohne Atemschutz. Hände nach Berührung waschen. Im normalen Umgang als Sammelstück: vollkommen sicher.
Was ist so besonders an der Mapimí-Mine?
Die Mapimí-Mine in Durango, Mexiko (auch bekannt als Ojuela-Mine) gehört zu den mineralogisch reichsten Lagerstätten der Welt: Adamit, Legrandit, Paradamit, Scorodit und Dutzende weitere seltene Arsenate und Phosphate — alle in Weltklasse-Qualität. Ein mineralogisches Paradies.
Gibt es facettierten Legrandit?
Extrem selten. Mohs 4,5 und arsenhaltige Zusammensetzung machen Legrandit praktisch nicht als Schmuckstein nutzbar. Das wenige transparente Material wird gelegentlich von extremen Sammlern facettiert — rein für die Sammlung, nie für das Tragen.